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Plastibell, eine blutlose Circumcisionstechnik:
Die Plastibell ist eine Plastikglocke und wurde 1965 von der Hollister Inc.
am Markt eingeführt.
Der Plastibellring soll nicht zu fest auf oder hinter die Eichel gezogen werden, damit keine Probleme beim Wasserlassen entstehen. Daher wird oft nur ein Teil der die Eichel bedeckenden Vorhaut entfernt. Entscheidend für die Straffheit der Circumcision ist die Länge der Eichel und die Distanz zwischen Eichelfurche und Glockeneinkerbung. Das Ergebnis der Circumcision ist i.d.R. eher "loose". Das optische Ergebnis ist überwiegend sehr gut, da kein Vernähen der Vorhautenden erforderlich ist, was meistens zu einer glatten Narbe führt. Das Frenulum bleibt erhalten. Die Plastibellmethode ist ideal für unerfahrene Ärzte, da keine Blutungen zu stoppen sind. Sie wird oft bei Kindern angewendet. Fast 60% der Routinecircumcisionen bei Kindern werden in den USA mit der Plastibellglocke durchgeführt. Die Plastibellglocken werden in allen Größen angeboten. Die Methode kann
bei Erwachsenen angewendet werden und ist auch auf den Aufklärungsbögen der
deutschen Mediziner beschrieben. In der Praxis werden aber in Deutschland wenig
Erwachsene so beschnitten. Über die Gründe dafür, kann man nur Mutmaßungen
anstellen. |
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