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| Mogan Klemme Beschneidung - Mogan Clamp CircumcisionMeine Beschneidung Vorher Viele Jahre hatte ich davon geträumt, mich beschneiden zu lassen. Warum? Schwer zu sagen. Es war einfach ein starkes Gefühl. Ich liebte die Idee, beschnitten zu sein. Eine medizinische Notwendigkeit bestand nicht. Trotzdem zögerte ich: Würde ich vielleicht eines Tages meine Vorhaut vermissen? Wie sollte ich den richtigen Arzt finden? Würde ich wirklich das Ergebnis bekommen, das ich haben wollte? Würde ich irgendwelche Gefühle einbüßen? Würde die Operation schmerzhaft werden? Könnte ich Probleme mit Erektionen bekommen? Übers Internet bekam ich dann die Adresse eines Mediziners aus Bonn namens Rolf, und er wurde mir von mehreren Teilnehmern der internationalen Beschneidungs-Mailliste wärmstens empfohlen. Ich schrieb Rolf an, bekam Informationen, besuchte ihn in Bonn. Das Schöne: Ich konnte mit ihm über ALLES reden, auch darüber wie mein Schwanz anschließend aussehen sollte, nämlich straff beschnitten und mit einer Narbe ca. 2-3 cm hinter der Eichel (high and tight). Rolf untersuchte meinen Penis und meinte, das sei kein Problem. Ich fuhr wieder nach Hause, hatte ich doch nun erst einmal die Informationen, die ich haben wollte. Ein halbes Jahr sollte ich noch brauchen, um mich endgültig zu dem Entschluss durchzuringen, mich beschneiden zu lassen, dann, im Alter von 36 Jahren, machte ich mit Rolf den Termin aus. Die Operation Freitag, 24. Juli 1998 Um 19 Uhr kam ich bei Rolf an. Erst einmal gab es Kaffee und Kuchen, um die Situation etwas zu entspannen. Gegen 19.30 war es dann soweit: Ich zog die Hose aus und legte mich auf einen speziellen, etwas erhöhten Stuhl. Die Haare hatte ich vorher übrigens komplett abrasiert, um das Risiko von Entzündungen so klein wie möglich zu halten, obwohl Rolf meinte, ich bräuchte die Haare nur kürzer zu schneiden. Am besten ist es übrigens, wenn man in dieser Situation eine Erektion bekommen kann. Dann kann der Arzt am Genauesten nachmessen, wie viel von der Vorhaut abgeschnitten werden kann. Das gelang mir allerdings bei der Nervosität nicht. Aber es ging auch ohne. Mit einem Stift markierte Rolf eine Linie ca. 2,5 cm hinter der Eichel, die untere Beschneidungslinie. Dann setzte er sechs Spritzen, von denen die ersten drei etwas schmerzhaft (aber durchaus auszuhalten) waren. Um 19.45 Uhr begann die Operation, angesehen habe ich mir das lieber nicht: Entfernung des Frenulums (bei straffen Beschneidungen dringend zu empfehlen), dann die Entfernung der Vorhaut mit einer Mogan-Klemme. Nach einer Viertelstunde war die eigentliche Operation vorbei, und das Nähen begann. Rolf hat da eine spezielle Technik, das Nähen dauerte über eine Stunde, das Resultat war sehr gut. Fertig! Danach gab’s wieder Kaffee und Kuchen. Die Betäubung ließ dann nach, ich fühlte ein ganz leichtes Brennen an der Narbe, mehr nicht. Eine Stunde später fuhr ich dann nach hause. Kosten für die Operation waren niedrig. Nach der Operation Ich hatte große Angst vor Erektionen, aber in der ersten Nacht war das kein Problem. In der zweiten Nacht sollte ich die ersten Erektionen bekommen, aber die Nähte hielten problemlos. Die ersten beiden Tage sah mein Schwanz übel aus: angeschwollen, blau und grün, verkrustete und blutige Wunde. Aber dann lief der Heilungsvorgang sehr schnell ab: Die Wunde schloss sich, die ungewöhnlichen Farben verschwanden, es wurde besser und besser. Nach ca. 10 Tagen vielen die Nähte raus (selbstauflösend!), nach zwei Wochen sah mein Schwanz wie ein normaler beschnittener Penis aus, das Einzige, was noch auffiel, war, dass ich unten rum rasiert war. Bereits 16 Tage nach der Operation konnte ich schon wieder in die Sauna gehen, und einem Bekannten, den ich dort traf, viel nur auf, dass ich rasiert war (allerdings hatte er mich auch vorher immer nur mit zurückgezogener Vorhaut gesehen). Inzwischen liegt die Operation über zwei Jahre zurück. Bereut habe ich sie nicht einen Tag, im Gegenteil, immer wieder bin ich von meiner „neuen“ Optik begeistert. Von den anfänglichen Befürchtungen hat sich keine einzige bewahrheitet. Zwei Empfehlungen habe ich noch für diejenigen, die sich beschneiden lassen wollen: Gewöhnt Eure Eichel vorher daran, frei zu liegen, sprich: lauft längere Zeit mit zurückgezogener Vorhaut herum, denn sonst könnte es wirklich größere Probleme mit Erektionen und mit der Umgewöhnung nach der Operation geben. Und: Fotografiere Deinen Schwanz vorher und nachher, dann kannst Du anschließend besser vergleichen. Falls Du noch nicht sicher bist, ob Du Dich beschneiden lassen sollst: Lasse Dich von niemandem beeinflussen, treffe Deine eigene Entscheidung, denn Du musst letztendlich für immer damit leben. Ich weiß, dass ich für mich die richtige Entscheidung getroffen habe, aber was für mich richtig ist, muss für andere noch lange nicht richtig sein. Bilder
5 Jahre nach der Beschneidung
Frank aus Düsseldorf (D) |
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