Freihand Deutschland III.
low & tight Beschneidung wider Willen
Der Willkür der Ärzte ist bei uns oft keine Grenzen gesetzt!
Immer wieder höre ich, dass dem Wunsch einer Beschneidung zwar gerne
nachgekommen wird, die persönlichen Vorstellungen jedoch immer wieder
missachtet werden.
- So auch bei mir -
Eine lange Zeit zögerte ich, meinen Wunsch nach Entfernung der Vorhaut zu
realisieren. Nicht nur aus optischen und hygienischen, vielmehr aus sexuellen Gründen
wurde mein Wunsch nach einer Beschneidung immer größer. Ich hatte das Problem,
dass meine Vorhaut beim Geschlechtsverkehr immer sozusagen in der Frau stehen/stecken
blieb, und ich mich nur in meiner Vorhaut hin und her bewegte und somit nicht
viel spürte.
Ich ging damals vor ca. 2 Jahren (bin jetzt 26) zu einem Urologen und schilderte
das Problem. So wie er meinte, läge dies an meinem zu kurzen Vorhautbändchen. Er riet mir dies zu entfernen, dem ich auch zustimmte. Auf meine Frage
hin, ob man nicht die Vorhaut auch zumindest teilweise kürzen solle, sagte er,
dass es auf alle Fälle besser sei, sie dran zu lassen, und dass mein Problem
sicherlich durch die Frenulumentfernung beseitigt sei.
Also, 1 Woche später wurde der kleine Eingriff ambulant gemacht. Nach kurzer Heilungszeit
kam dann das ernüchternde Ergebnis des Eingriffs.
- Es hatte sich natürlich nichts geändert, mein Problem
bestand immer noch -
Nach ein paar Monaten entschloss ich mich, einen anderen Urologen
auf zusuchen. Nachdem es in meiner Nähe nicht viel Auswahl gab, probierte ich
eine Urologin in meiner Nähe aus. Ich dachte, eine Frau würde meinem Wunsch
nach einer Beschneidung vielleicht eher nachkommen.
Bei meinem ersten Voruntersuchungstermin war alles super. Die Urologin war
wirklich sehr nett. Sie hörte meine Probleme an und untersuchte meinen Schwanz.
Ich schilderte ihr meine Vorstellungen. Ich wollte eine teilweise Entfernung der
Vorhaut, die Narbe sollte ca. 3 cm hinter der Eichel liegen. Sie sagte,
dass das prinzipiell so möglich wäre, dass sie jedoch vorschlagen würde,
etwas mehr zu entfernen und den Schnitt etwas näher an der Eichel zu setzen.
Ich stimmte dem zu!
Zwei Wochen später war es dann so weit. Ich hatte meinen Termin zur
Beschneidung. Die OP verlief
sehr schnell und nahezu schmerzfrei. Einen Tag später musste ich noch mal zur Nachuntersuchung.
Jetzt sah ich das erste Mal das Ergebnis.
Die Vorhaut ist komplett weg, die Narbe lag fast direkt hinter der Eichel (low-and-tight). Ich
war zunächst richtig geschockt und fragte warum sie alles entfernt hat.
Sie zögerte einen Augenblick und meinte, dass es besonders wichtig war, die
komplette Vorhaut zu entfernen und zwar so, dass die Eichel immer komplett frei
liegt und dass sich die Schafthaut im erigierten Zustand des Penis nicht mehr
bewegen lässt. Außerdem sähe eine radikale Beschneidung besser aus, besonders
dann, wenn die Narbe direkt hinter der Eichel liegt.
Bei mir kam das Gefühl hoch, dass die ganze Sache von vorneherein klar war. Als
wenn diese Frau Spaß hätte, Vorhäute radikal zu entfernen.
Na ja, was kann man machen?
Ich habe mich mit dem Zustand abgefunden und bin mittlerweile
auch happy, so wie es ist.
Nur prinzipiell finde ich ein solches Vorgehen einfach absolut Scheiße!
Damit ihr euch ein Bild von dem Ergebnis machen könnt, habe ich ein paar Bilder
beigefügt!